13 Minuten Verspätung - Rechtfertigung einer Abmahnung

Eine Abmahnung ist ein objektiver Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten. Bei ihrer Beurteilung ist immer verhältnismäßig zu handeln.

Dabei gilt: Grundsätzlich ist jede Verspätung eine Pflichtverletzung. Damit eine Abmahnung in Verspätungsfällen aber verhältnismäßig ist, muss es öfter zu Verspätungen kommen. Eine einmalige Verspätung von 13 Minuten begründet keine Abmahnung. Eine einfache Ermahnung ist dann ausreichend. Eine erfolgte ungerechtfertigte Ermahnung müsste aus der Personalakte wieder entfernt werden.

Fundstelle
Arbeitsgericht Leipzig, Urteil vom 23.07.2015 8 Ca 532/15

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