10 Dinge zur Existenzgründung

Diese 10 Dinge sollten Sie bei der Existenzgründung beachten.

1.  Richtige Rechtsformwahl
eK, GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG, GmbH, UG, PartG, AG

Möglichkeiten gibt es gar viele und die Auswahl zeigt, hier ist Beratung (Rechtsberatung) erforderlich. Nehmen Sie die Auswahl nicht auf die leichte Schulter, vor allem planen Sie erst, bevor Sie loslegen. Veränderungen in der Rechtsform, die später vorgenommen werden, sind nicht unmöglich, aber oft mühsam, steuerlich schwierig und mit Kosten verbunden.

2.  Richtige Vertragswerke
Gesellschaftsverträge, AGB, Verträge mit Kunden und Lieferanten sollten frühzeitig rechtssicher gestaltet werden. Gewährleistung, Haftung, Gerichtsstand können angepasst werden.

3.  Richtiger Unternehmensname
Je nach Rechtsformwahl bestehen Besonderheiten. Der Name des Kaufmanns (Firma) muss ins Handelsregister, deshalb sollte vorher klar sein, ob es Probleme gibt:

  • Rechtlich zulässig,
  • Verwechslungsgefahren,
  • Internet-Accounts,
  • Suchmaschinenoptimierung.

4.  Richtige Finanzierung
Vollhafter, beschränkt Haftender, Bürgschaftsgeber, Absicherung auf übrigem Vermögen, z.B. auch des Partners. Diese Dinge wollen gut überlegt sein. Fördergelder, Gründerzuschuss, vor allem aber zunächst Kosten sparen.

5.  Schutz der Familie
Gütertrennung, modifizierte Zugewinngemeinschaft, und D + O Versicherung sind nur einige Stichworte. Zum einen ist die Familie vor den Risiken der Unternehmung zu schützen, zum anderen aber auch das Unternehmen vor den Risiken der Familie. Was passiert, wenn …

  • Ehekriese,
  • Unfalltod,
  • Insolvenz,
  • Pflegefall.

6.  Marken- und Urheberrechtsschutz
Firmen- und Produktnamen, technische Erfindungen, Know-how, etc. sollte soweit möglich von Anfang an geschützt werden.

7.  Briefbögen/Internetauftritt
Sämtliche Dokumente müssen rechtlich und auch steuerrechtlich (Rechnungen) geprüft werden. Pflichtangaben im Internetauftritt sind zu beachten, vor allem von Branche zu Branche verschieden. Um Abmahnungen und damit Ärger zu vermeiden sollte man äußerst vorsichtig sein.

8.  Unlauterer Wettbewerb
Markenrechtliche Abmahnungen, Verstöße gegen den unlauteren Wettbewerb, Verletzung fremder Schutz- und Patentrechte führen i.d.R. zum schnellen Ende der Existenzgründung. Bitte unbedingt das Recht am eigenen Bild achten.

9.  Steuerliche Beratung
Im Rahmen der Existenzgründung sollte stets auch zwingend steuerlicher Rat eingeholt werden. Buchhaltung und Vorbereitung der Abgabe von Steuererklärungen sollten frühzeitig, bevor die ersten Einkäufe, Umsätze, etc. getätigt werden besprochen und auf den Weg gebracht werden. Haben Sie erst einmal eine Rechnung auf den falschen Namen, laufen Sie der Korrektur (soweit überhaupt möglich) oft mühsam hinterher.

10. Chefsache
Sich selbstständig machen, bedeutet eben: Ständig alles selbst machen. Hierzu gehört auch:

  • Sozialversicherung,
  • Krankenkasse,
  • Berufsgenossenschaft,
  • Kammer/Verbandsmitgliedschaft
  • und vieles mehr.

Verlieren Sie nie den Mut! Es lohnt sich. Aber lassen Sie sich helfen, professionell und interdisziplinär.

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