Super-Gau bei Geschäftsveräußerung im Ganzen, § 1 Abs. 1a UStG

Haas - Steuernachrichten

Ist die USt-Beurteilung bei der GiG schief gelaufen, droht sogar noch die Haftung.

Hat der Veräußerer für die nichtsteuerbare Geschäftsveräußerung Umsatzsteuer, z. B. im Kaufvertrag, gesondert ausgewiesen, schuldet er den ausgewiesenen Betrag wegen des zu hohen Ausweises, § 14c Abs. 1 Satz 1 UStG. Berichtigt der Veräußerer die Rechnung nicht und entrichtet er die nach § 14c Abs. 1 UStG geschuldete Umsatzsteuer nicht, haftet der Erwerber unter den Voraussetzungen des § 75 AO i. V. m. § 191 AO als Betriebsübernehmer. Das gilt jedoch nicht für Erwerbe aus einem Insolvenz- oder Vollstreckungsverfahren, § 75 Abs. 2 AO.

Vorsicht: Falsche Umsatzsteuer führt zu

  • § 14c UStG Rechnung beim Veräußerer
  • keinem Vorsteuerabzug beim Erwerber
  • ggf. Haftung des Erwerbers nach § 75 AO für die Umsatzsteuer des Veräußerers


Fundstelle

OFD Niedersachsen, Verfügung vom 19.09.2017, DStR 2017 S. 2285

zur Übersicht